Veranstaltungen

ANgeSCHNITTen

Diese neue Reihe mit dem Titel „ANgeSCHNITTen“ ist ein erstes Ergebnis der Überlegungen im Entwicklungsprojekt VFKK 2022. In der recht aktiven Arbeitsgruppe von interessierten Mitgliedern wurde der Gedanke entwickelt, Beiträge des ANSCHNITTs – seien sie zurückliegend oder erst in Zukunft geplant – für eine Vortrags- und Exkursionsreihe der VFKK zu begutachten und geeignete Themen auszuwählen. Damit soll die fachliche Breite des ANSCHNITTs zukünftig auch für eine attraktive Vortragsreihe genutzt werden. Geplant sind jeweils vier Termine pro Halbjahr, wobei eine Veranstaltung als Exkursion in die nähere Umgebung ausgelegt sein wird. Bewusst sind die Termine aufs Wochenende gelegt, um eine Beteiligung aller interessierten Kreise zu ermöglichen.

 

Standortfaktoren der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet während der „Industriellen Revolution“: der Hoerder Bergwerks- und Hütten-Verein

-Referent: PD Dr. Dietmar Bleidick, Schriftleiter der montanhistorischen Zeitschrift „DER ANSCHNITT“ 

-Termin: 29.08.2021 (Sonntag), 15.00 Uhr 

-Ort: Deutschen Bergbau-Museums Bochum 

Der Hoerder Verein markiert die Anfänge der Montanindustrie im Dortmunder Raum (Hörde ist seit 1928 Stadtteil von Dortmund). Die Branche wurde im Ruhrgebiet bis dahin vor allem durch die Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen (später Gutehoffnungshütte) bei Oberhausen und Krupp in Essen repräsentiert. Nun erschloss der Hoerder Verein nicht nur erstmals den Osten der Region, sondern war auch 1852 nach Umgründung der seit 1841 tätigen Hermannshütte die erste Hütten-Aktiengesellschaft überhaupt, die zugleich mit einem Kapital von 2 Mio. Talern zu den größten ihrer Art in Deutschland gehörte. Von Beginn an als vertikal strukturierter Montankonzern geplant, setzte der Hoerder Verein außerdem erstmals eine moderne Unternehmenskonzeption um, die bald Nachfolger fand und in den folgenden Jahrzehnten zum Branchenstandard wurde. Ausgehend von eigenen Kohlen- und Erzvorkommen, deckte das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette mit der Roheisen- und Stahlerzeugung sowie der Weiterverarbeitung zu Zwischen- und Endprodukten ab. In den 1860er Jahren erzeugte das größte Hochofenwerk im Ruhrgebiet rund ein Sechstel der Gesamtproduktion. 

Der Vortrag untersucht die Standortfaktoren der Montanindustrie in der Take-off-Phase der Industrialisierung bis zur Gründerkrise der 1870er Jahre am Beispiel des Hoerder Vereins. Im Vordergrund steht die Frage nach der Rolle der klassischen Elemente Rohstoff-, Verkehrs-, Absatz- und Arbeitsorientierung für die Standortentscheidung, die Anlagenstruktur und den Unternehmenserfolg. Von besonderem Interesse sind die Auswirkungen des Wandels dieser Rahmenbedingungen, etwa durch technische Innovationen. Als Vergleichsfolie dienen Unternehmen mit ähnlichen Grundvoraussetzungen, aber anderen Standortentscheidungen wie der Bochumer Verein und die Gutehoffnungshütte.  

 

„Keltische Eisenproduktion im Siegerland

Von der Ausgrabung zum archäologischen Experiment

-Referent: Dr. Jennifer Garner / Dr. Manuel Zeiler

-Termin: 10.10.2021  (Sonntag), 15.00 Uhr

-Ort: Deutsches Bergbau-Museums Bochum 

Das Imperium macht BLAU

Azurit im römischen Imperium

-Referent: Dr. Gabriele Körlin

-Termin: 21.11.2021 (Sonntag), 15.00 Uhr

-Ort: Deutsches Bergbau-Museums Bochum 

Anmeldung

Schriftlich oder Telefonisch:

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

0234/5877-113
info@vfkk.de

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