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Manfred Mücke:
Georg Heinrich Wahle -
Zum Werk eines sächsisch-deutschen Bergrechtlers

Georg Heinrich Wahle (1854-1934) war einer der bekanntesten deutschen Bergrechtler Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er stand im Dienste des Königreichs und des späteren Freistaates Sachsen. Am Ende seines Berufslebens 1922 war er Präsident des Staatsrechnungshofes im Freistaat; zuvor seit 1917 in gleicher Funktion in der Oberrechnungskammer des Königreichs. Er bekleidete damit ein bedeutendes Amt. Der Staatsrechnungshof war ein Verfassungsorgan (Art. 48 der Verfassung des Freistaates Sachsen vom 1. November 1920). Seine Liebe galt aber wohl nicht so sehr der Prüfung der gesamten Rechnungen des Staates, sondern vor allem dem Bergrecht. Jahrzehntelang war die Berggesetzgebung in Sachsen mit seinem Namen verbunden. Georg Heinrich Wahle wird - nicht zu Unrecht - daneben zu den "wichtigsten Persönlichkeiten der Bergakademie" Freiberg gerechnet.

Der Beitrag analysiert das Bergrecht in Deutschland und Sachsen zu Wahles Lebzeiten und erläutert dessen Verständnis vom Bergrecht, seine Haltung zu einem deutschen Reichsberggesetz sowie seine Ansichten zu einigen Rechtsinstituten des sächsischen Bergrechts. Schließlich geht er auf das Verhältnis von Georg Heinrich Wahle zu den maßgeblichen Bergrechtlern seiner Zeit ein.