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Rudolf Mirsch:
Zur Rechts- und Sozialgeschichte des Mansfelder Berg- und Hüttenwesens am Beispiel der Familie Brunner

In der Geschichte des Mansfelder Berg- und Hüttenwesens ist eine beachtliche Anzahl von Einzelpersonen über die Region hinaus bekannt geworden. Dazu zählen u. a. Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg (1738-1814), Johann Carl Freiesleben (1774-1846), Franz Wilhelm Werner von Veltheim (1785-1839), Ernst Leuschner (1826-1898) und Karl-Heinz Jentsch (1921-2004). Wiederholt haben auch mehrere Generationen einer Familie die technische und wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig mitbestimmt. Neben den Familien Ziervogel, Brathuhn und Sander ist auch auf den Stamm der Brunner zu verweisen, dessen Name bereits ab dem 17. Jahrhundert mehrfach überliefert ist. So hat eine im Mansfelder Land über acht Generationen verfolgbare Linie der Brunner auf unterschiedlichen Gebieten und auf mannigfache Weise das Mansfelder Berg- und Hüttenwesen positiv begleitet und beeinflusst. Das Motto "Zum Heil des Nächsten" im Siegel des Notars und Bergrichters Thomas Gottfridt Brunner ist zum Leitgedanken des Handelns der darauffolgenden Generationen geworden.

Nach einer kurzen Zusammenfassung wichtiger bergrechtlicher Probleme bis zum 17. Jahrhundert werden unter Berücksichtigung fachlicher und ethischer Werte die Leistungen einzelner Persönlichkeiten des Geschlechts der Brunner in Verbindung mit zentralen Ereignissen des Zeitgeschehens im Mansfelder Land behandelt.