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Marie Patou:
Die Umgestaltung einer Region und die Erhaltung eines Erbes

Zu Beginn der Rezession und der Zechenschließungen gaben die Houillères du Bassin Nord-Pas de Calais die Strecken auf und bauten die übertägigen Einrichtungen systematisch ab, das Berggesetz verlangte die Sicherung aller Bergbauanlagen. Die Zechengelände wurden zu Industriebrachen, und es entstanden große Flächen, die für neue Aktivitäten bereitgestellt wurden. Mehrere Jahre lang hatten die Zwänge der Liegenschaften und der Wirtschaft Vorrang vor dem Gebot der Erhaltung landschaftlicher und kultureller Einrichtungen. Dann aber erhielten die Spuren der bergmännischen Gewinnung allmählich eine andere Bedeutung und wurden als Elemente des historischen Erbes verstanden. Der Beitrag skizziert die Inhalte des kulturellen Erbes des Steinkohlenreviers Nord-Pas de Calais und erläutert die organisatorischen Schritte zu dessen Erhaltung.