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Naïma Maziz/Raphaël Alessandri:
Die Bergmannssiedlungen im Steinkohlenrevier von Nord-Pas de Calais

Dem Bergbau und den Bergwerksgesellschaften im Revier Nord-Pas de Calais als arbeitskräfteintensiver Industrie stellte zunächst die Landwirtschaft die benötigten Arbeitskräfte zur Verfügung. Um 1810 und entsprechend der industriellen Entwicklung machte der stetige Anstieg der Aktivitäten die Anwerbung neuer Arbeiter erforderlich, die als Bergleute besser ausgebildet waren und dauerhaft angesiedelt werden mussten. Um den Mangel an Wohnraum zu beseitigen, errichteten die Bergwerksgesellschaften Siedlungen - von nun an entstand eine spezifische, zum großen Teil auf die Bergwerke konzentrierte Landschaft, hier und dort folgte die Siedlung dem Abbau unter Tage. Der Bergbau verband zwei grundsätzliche Funktionen: die Förderung und den Wohnraum. Der Beitrag behandelt die Entstehung und Entwicklung der Bergarbeitersiedlungen, analysiert deren Typologie und wertet sie als Objekte der Öffentlichkeitsarbeit der Bergwerksunternehmen.