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Jean-François Caron:
Die Bewerbung des Steinkohlenreviers Nord-Pas de Calais um die Einschreibung in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO

Am 30. Januar 2003 hat sich die Association Bassin Minier UNESCO in Lens zur Einreichung ihrer offiziellen Bewerbung entschlossen, um das Steinkohlenrevier Nord-Pas de Calais als "entwicklungsfähige Kulturlandschaft" in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eintragen zu lassen. Innerhalb der folgenden fünf Jahre wurde der einzigartige und außergewöhnliche Reichtum des bergbaulichen Erbes im Nord-Pas de Calais herausgearbeitet. So hatte der Bergbau über fast drei Jahrhunderte die Region mit ihren Landschaften und ihren Städten sowie die Identität und die Lebensweisen der hier lebenden Menschen nachhaltig verändert. Zahlreiche Zeugnisse, die im Steinkohlenrevier bis heute Belege dieser industriellen Aktivitäten sind, besitzen eine außerordentlich prägende Kraft und belegen die großen Umwälzungen, die in der Landschaft und bei der Bevölkerung durch die Industrialisierung hervorgerufen worden sind. Der Beitrag erläutert die Inhalte, Motive und Vorgehensweisen der Bewerbung.