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Ulrich Lauf:
Knappschaftskrankenhäuser und -kureinrichtungen im Ruhrkohlenbergbau bis zum Ende der 1920er-Jahre

Der 1890 für den gesamten Ruhrkohlenbezirk gegründete Allgemeine Knappschaftsverein in Bochum hat im Gegensatz zu anderen großen Knappschaftsvereinen relativ spät damit begonnen, eigene Krankenhäuser und Kureinrichtungen zu bauen. Die vor dem Hintergrund der großen Einwanderungswellen in das Ruhrgebiet seit den 1880er-Jahren und nach der Jahrhundertwende entwickelte Gesundheitspolitik wandte sich zunächst dem Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen zu, ehe man darin ging, hochtechnologisierte Häuser für erkrankte und verunglückte Bergarbeiter zu errichten. In vielem vorbildlich und ohne Konkurrenz trafen sie dennoch nicht auf die ungeteilte Zustimmung der Beteiligten. Der nachfolgende Beitrag geht der Entwicklung der Knappschaftskrankenhäuser und -kureinrichtungen im Ruhrkohlenbergbau bis zum Ende der 1920er-Jahre nach und erhellt damit ein interessantes Kapitel des regionalen Medizinalwesens.