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Harald Kofler:
Bergrichter und Statthalter des Berggerichts Gossensaß-Sterzing.
Von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit

Neben den Gewerken, Knappen, Arbeitern und anderen im Bergbau tätigen Personen gab es in jedem Bergbauzentrum, so auch im Berggericht Gossensaß-Sterzing, die große Gruppe der Beamten. Wurde der Bergbau weitgehend privatwirtschaftlich betrieben, so war eine Kontrolle durch den landesfürstlichen Verwaltungsapparat unumgänglich. Fron und Wechsel, die bedeutenden Einnahmen des Landesfürsten mussten kontrolliert, verschiedene Zwistigkeiten gelöst und oftmals die einfachen Knappen vor den überaus mächtigen Gewerken geschützt werden. Die meisten dieser Beamten stammten selbst aus der Arbeiterschaft, und so waren sie dank ihrer Erfahrung mit den allermeisten Problemen und auftretenden Schwierigkeiten bestens vertraut. Der Aufsatz behandelt die Bergrichter und Statthalter des Berggerichts Gossensaß-Sterzing im Hinblick auf Ihre verwaltungsmäßigen Zuständigkeiten und Aufgaben von den Anfängen bis in das 16. Jahrhundert.