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Gerhard Röbke:
Die Verkokung brasilianischer Kohlen in Bienenkorböfen zur Herstellung von Gießereikoks

Diesem Aufsatz liegt eine Arbeit zugrunde, die im Rahmen der brasilianisch-deutschen technischen Zusammenarbeit als Bestandsaufnahme für eine Projektstudie zur Herstellung von Gießereikoks aus Wäscheprodukten südbrasilianischer Gaskohlen zu Beginn der 1980er-Jahre erstellt worden war.

Im Raum Criciúma im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina erfolgte auf den Zechen eine Bergevorabscheidung mittels Setzmaschinen, bevor die vorgewaschene Kohle zur Zentralwäsche nach Capivari zur weiteren Aufbereitung in die Produkte Kraftwerkskohle und Kokskohle transportiert wurde. Das bei der Absiebung der vorgewaschenen Kohle anfallende Feingut konnte durch nachfolgende Flotation oder durch Zyklon-Verfahren im Aschegehalt auf ca. 10 % reduziert und als Einsatzkohle für unterschiedliche Typen von Bienenkorböfen eingesetzt werden. Mit dem Auslaufen der staatlichen Kohlesubventionen für Kokskohlen ist der Bergbau im Staate Santa Catarina seit den 1990er-Jahren weitgehend zum Erliegen gekommen.