vorige Hefte

Das erste Heft des 57. Jahrgangs ist mit folgenden Inhalten erschienen:

Aufsätze

Hans-Jürgen Schmidt:
Das ehemalige Kaliwerk der Gewerkschaft Thüringen in Heygendorf
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Gernot Schmidt:
Die Saline Arnshall.
Der Außenseiter unter den Thüringischen Salinen
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Hubert Weitensfelder:
Am Staat vorbei.
Illegaler Quecksilberhandel in Idria im 18. Jahrhundert
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Miszellen

Rudolf Mirsch:
Das Königlich Preußische Mansfelder Pionier-Bataillon

Kujtim Onuzi:
Dr. Ernest Nowack -
Der Begründer des geologischen Dienstes in Albanien

Horst Weckelmann:
Vom Bauerndorf zur Bergbaugemeinde Unna-Massen

Heinz Walter Wild:
10 Jahre "Zeitschrift zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens - vormals Fischbacher Hefte"

Tagungen/Veranstaltungen

Eckhard Oelke:
Bergbau in Sachsen-Anhalt - Zweite Tagung in Halle an der Saale

Andreas Bingener:
3. Internationales Bergbausymposium Schwaz 2004

Rezensionen

Hans Völkel:
Mineralogen und Geologen in Breslau.
Geschichte der Geowissenschaften an der Universität Breslau von 1811 bis 1945
(Rez. v. Michael Ganzelewski)

Ian Blanchard:
Mining, Metallurgy and Minting in the Middle Ages,
Bd. 1: Asiatic Supremacy, 425-1125,
Bd. 2: Afro-European Supremacy, 1125-1225
(Rez. v. Christoph Bartels)

Marlies Mrotzek:
Das KZ-Außenlager der Gelsenberg Benzin AG
(Rez. v. Holger Menne)

Dietmar Osses/Joachim Strunk:
Kohle, Koks, Kultur.
Die Kokereien der Zeche Zollverein
(Rez. v. Klaus Hofherr)

Hans Jörg Köstler:
Hütten und Hämmer.
Entstehen und Vergehen kleinerer Eisenwerke in der Umgebung von Leoben
(Rez. v. Fritz Gruber)

Andreas Freitäger (Bearb.):
Die Preußische Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung 1763-1865.
Die Bestände in den Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiven, Bd. 2: Nordrhein-Westfälisches Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf mit Gesamtindex zu Band 1 und 2
(Rez. v. Evelyn Kroker)

Olaf Schmidt-Rutsch:
William Thomas Mulvany.
Ein irischer Pragmatiker und Visionär im Ruhrgebiet 1806-1885
(Rez. v. Stefan Przigoda)

Beilage

MEISTERWERKE BERGBAULICHER KUNST UND KULTUR, Nr. 110

Herrengrunder Schale
Kupfer, getrieben, gegossen, graviert, vergoldet
Herrengrund/Spania Dolina (Slowakei), Caspar Würll, 1641
Länge 11,6 cm, Breite 13,7 cm (mit Henkeln), Höhe 3 cm

Privatbesitz

Titelbild

Das Titelbild zeigt die Belegschaft des Kalibergwerkes der Gewerkschaft Thüringen in Heygendorf im Jahre 1905. Der Schacht II des Bergwerkes wurde am 13. Januar 1913 angesetzt und im Folgenden durch die Rheinisch-Westfälische Schachtbaugesellschaft in den Schichten des unteren Buntsandsteins bis zu einer Teufe von 275 m niedergebracht. Von da an traten bergtechnische Probleme auf, die vor allem durch die Wahl der Ausmauerung anstelle des Einsatzes von Tübbingen begründet waren. Starke zusitzende Wassermengen ließen sich nicht beherrschen, hinzu kamen allgemeine Probleme der Gewerkschaft infolge des Ersten Weltkrieges. Der Aufsatz von Hans-Jürgen Schmidt auf den Seiten 2 bis 9 dieses Heftes analysiert die Geschichte des Kaliwerkes Thüringen in Heygendorf, das sich mit komplizierten Voraussetzungen der Lagerstätte konfrontiert sah und nach Beendigung des Ersten Weltkrieges sukzessive stillgelegt werden musste.

Editorial

DER ANSCHNITT erscheint mit dem ersten Heft des Jahres 2005 bereits in seinem 57. Jahrgang. In dieser mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Phase hat er sich zu der international führenden montanhistorischen Fachzeitschrift entwickelt. Aus den Anfängen eines ambitionierten Mitteilungsblatts für bergbaugeschichtliche und vor allem kunst- und kulturgeschichtliche Belange des Montanwesens führte ihn insbesondere der langjährige Schriftleiter Dr. Werner Kroker seit den 1970er-Jahren auf das wissenschaftliche Niveau, das ihn seit Jahren auszeichnet.

In gewisser Weise lassen sich diese inhaltlichen Entwicklungsschritte auch in der Wahl des äußeren Erscheinungsbildes nachvollziehen. Anfänglich durch einen grau bis hellgrünen Einband umschlossen, erschienen die Hefte zwischen 1976 und 1979 in einer wechselnden Grundfarbe pro Jahrgang. 1980, zum 50-jährigen Bestehen des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, führte man den silbernen Umschlag ein, der bis heute beibehalten worden ist und den Wiedererkennungswert der Zeitschrift ausmacht. Aufmerksame Leser wissen, dass auch in den Jahren seither gelegentlich kleinere Veränderungen im Layout der Zeitschrift vorgenommen worden sind, um ihr ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu geben. Eben aus diesem Grund haben sich Herausgeberschaft und Schriftleitung im Jahr des 75-jährigen Jubiläums des Deutschen Bergbau-Museums Bochum entschieden, den ANSCHNITT wieder ein wenig nach modernen Gesichtpunkten zu verändern. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass DER ANSCHNITT umso mehr als eine Zeitschrift wahrgenommen und gelesen wird, die ein hohes wissenschaftliches Niveau aufweist und zugleich ein ansprechendes optisches Erscheinungsbild hat.

Dr. Michael Farrenkopf