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Gerhard Röbke:
Zur Geschichte des Bergwerks Amalia in Bochum-Werne

Über viele Zechen im Raum Bochum gibt es umfangreiche Dokumentationen und Publikationen. Die Bergwerke, die zur Großschachtanlage Robert Müser zusammengelegt wurden, sind aus unserem Bewusstsein jedoch weitgehend verschwunden. Keine größere Veröffentlichung zu Robert Müser ist nach 1936 erschienen und nur wenige wissen um die Bedeutung des heute praktisch unbekannten Bergwerks Amalia. Dabei hat das Bergwerk Amalia, was die Entwicklung der Kokereitechnik und die Weiterverarbeitung der Kohlenwertstoffe anbetrifft, stets eine führende Rolle gespielt, bis die Rohstoffbasis der chemischen Industrie in den 1960er-/70er-Jahren völlig auf erdölstämmige Produkte umgestellt wurde.

Die wesentlichen Schritte in der technologischen Entwicklung, der Wiederaufbau 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sowie das in diesem Jahr anstehende 150-jährige Firmenjubiläum der Harpener Bergbau Aktiengesellschaft (heute HARPEN AG, Dortmund) sind der Grund, Erlebtes und Überliefertes zur Geschichte des Bergwerks Amalia in diesem Aufsatz zusammen zu stellen.