vorige Hefte

Alexander Leibbrandt:
Die Corporación Nacional del Cobre de Chile (CODELCO) und ihre Bergwerks- und Hüttenbetriebe

Chile ist heute in weltweitem Maßstab das Hauptförderland für Kupfer. In Südamerika gelegen, verfügt es über die ergiebigsten Lagerstätten der Welt und ist heute unangefochten der größte Produzent und Exporteur von Kupfer. Seine Kupfervorräte werden auf fast 200 Mio. t geschätzt: Das entspricht etwa 30 % der weltweit bekannten Vorräte. Der größte Teil dieser Lagerstätten liegt in der extrem trockenen Wüste im Norden Chiles - in der Atacama -, doch findet man auch vereinzelte Lagerstätten im Süden der Hauptstadt Santiago.

Chiles Anteil an der Weltkupferproduktion hat sich von 14,4 % im Jahre 1950 auf 23,4 % im Jahre 1994 gesteigert, ein Jahr später besaß die Corporación Nacional del Cobre de Chile (CODELCO) als staatliches Bergbauunternehmen einen Anteil von 47 % an der chilenischen Ausbeute. Der Anteil Chiles an der Kupferproduktion stieg in den Folgejahren weiter an und überschritt im Jahre 1998 erstmals die 30-%-Grenze (30,32 %). Zurzeit beläuft sich Chiles Anteil an der Weltkupferproduktion auf 35 %. Der Aufsatz gibt einen Überblick über die wichtigsten Bergwerks- und Hüttenbetriebe der CODELCO in ihrer Geschichte, ihrem gegenwärtigen Zustand und mit ihren Entwicklungsperspektiven.