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Harald Kofler:
Erzbergbau und Montanwirtschaft in der Umgebung von Sterzing, am Schneeberg in Ridnaun und im Pfitschtal im südlichen Wipptal (Südtirol)
Von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit

Die Bergbaue von Gossensaß, Pflersch und jene am Schneeberg im inneren Ridnauntal bildeten das Zentrum der Bergbauaktivitäten im ehemaligen Berggericht Gossensaß-Sterzing. Dieses lag in Südtirol im südlichen Wipptal und hatte seinen Sitz zunächst in Gossensaß und gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Sterzing. In der Umgebung der Stadt Sterzing waren im Verlauf des 15. und 16. Jahrhunderts zahlreiche Bergwerke gegründet worden, die jedoch in den Quellen sehr selten erwähnt sind. Sie dürften eher von bescheidenem Ausmaß gewesen sein und werden hier zunächst in den Blick genommen. Anders ist dies in Bezug auf die weitläufigen Bergbaue des Schneebergs im inneren Ridnauntal. Im Zuge der Stilllegung des Bergwerksbetriebes Ende der 1980er-Jahre sowie der Umwandlung des Areals in ein Museum erfolgte eine umfangreiche historische Dokumentation und Erforschung des Bergbaus am Schneeberg. Dieser geht der Aufsatz in seinen Grundzügen nach. Zum Ende richtet sich das Interesse auf Gruben und Stollen des Pfitschtales. Das Verleihbuch des Berggerichts Gossensaß-Sterzing nennt in den Jahren von 1480 bis 1514 zahlreiche Verleihungen, die wohl zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einer Blütezeit des Bergbaus im Pfitschtal führten.