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Angelika Hunold/Alwin Punstein/Wolfgang Wagner/Franz Wierschem:
Rekonstruktion der römischen Moselschiefer-Dächer auf dem Katzenberg bei Mayen/Eifel
Ein Beitrag zur Handwerks- und Bergbaugeschichte des Schiefers

Erfreulicherweise steht das Dach und das Bergbauprodukt Schiefer wieder im Zentrum des Interesses der Denkmalpflege. Die Zeiten, in denen das Dach ausschließlich zur Sicherung gegen Witterungseinflüsse und auch notfalls mit Industrieprodukten rekonstruiert werden konnte, sind in der Denkmalpflege vorbei. Man erkennt zunehmend die ästhetische Funktion vor allem von Schrägdächern und auch den Wert der Verwendung eines originalen Naturproduktes. Gerade die Verwendung des Naturprodukts Schiefer hat im Rheinland eine sehr lange Tradition. Der Schiefer-Bergbau und das Schieferdeckerhandwerk blicken auf eine 2000-jährige Geschichte zurück, was gerade neueste Funde und Forschungen eindrucksvoll belegen.