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Harald Kofler:
Erzbergbau und Montanwirtschaft in Gossensaß im südlichen Wipptal (Südtirol).
Von den Anfängen bis ins Spätmittelalter

Der Aufsatz behandelt den Erzbergbau des in Südtirol gelegenen südlichen Wipptales. Zunächst wird die Frage erörtert, inwiefern dieser Bergbau bereits prähistorischen Ursprungs ist, wobei einem Steinblock mit rätselhaften Zeichen an einem zur "Hölle" genannten Stolleneingang im Pflerschertal Bedeutung zukommt. Sodann werden die allgemeinen Schriftquellen mit Hinweisen auf diesen Bergbau gewürdigt und für das 12. und 13. Jahrhundert die Rolle der Brixner Bischöfe untersucht. Während die Quellenlage für das 14. Jahrhundert als dürftig eingestuft wird, widmet sich der Autor der seit Beginn des 15. Jahrhunderts wesentlich besser dokumentierten Bergbauentwicklung ausführlich. Insbesondere sind dabei die Zusammenhänge mit dem aufblühenden Schwazer Bergbau von Interesse. Schließlich wird auf die Anwerbung von Bergleuten aus dem Berggericht Gossensaß-Sterzing durch eine russische Gesandtschaft im Jahre 1489 eingegangen.