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Volker Wollmann:
Bergmännische Sehenswürdigkeiten in Siebenbürgen

Im Altertum und Mittelalter ist Siebenbürgen vor allem wegen seines Reichtums an Edelmetallen bekannt und begehrt. Der Goldreichtum der Lagerstätte hat die Eroberungspläne des römischen Kaisers Trajan beeinflusst, der nur wenige Jahre nach der Eroberung der Provinz Dakien nach dem Jahre 105 n. Chr. im Tiefbau erfahrene Bergleute aus Dalmatien vor allem in der Umgebung des römischen Alburnus Maior (dem heutigen Rosia Montana) angesiedelt hat. Aus rd. 165 Jahren römischer Besatzung in Dakien stammen zahlreiche mit Schlägel und Eisen vorgetriebene Strecken, bergmännisches Gezähe und auch anspruchsvollere technische Vorrichtungen zur Hebung des Grubenwassers (Schöpfräder).

Der Aufsatz gibt weiterhin einen Überblick über die Entwicklung des Bergbaus in Siebenbürgen vom Mittelalter über die frühe Neuzeit und die Industrialisierung bis in das 20. Jahrhundert hinein. Dabei werden neben den wechselnden Herrschaftsstrukturen auch die wirtschaftlichen und technischen Bedingungen der Entwicklung berücksichtigt. Besonderen Raum nimmt die Geschichte der bergbaulichen Salzgewinnung und die Würdigung ausgewählter Technischer Denkmale ein. Schließlich wird ein Überblick über die Bildende und Angewandte Kunst mit bergbaulichem Bezug gegeben.