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Rainer Slotta:
Die Mansfelder Kupfer-Straße - Chance oder Utopie?

Im Mansfelder Land wurden seit Jahrtausenden Metallerze, vor allem das begehrte Silber und Kupfer, gefördert. Bergbau und Hüttenwesen haben nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesellschaft, die Menschen und die Gesamtkultur entscheidend geprägt - selbst nach der Stilllegung des Bergbaus infolge der Umstrukturierungsmaßnahmen nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Das alte Wort eines Tiroler Landreims aus der Zeit um 1520 - "Das und anders mehr, kommt alles vom Bergbau her" - besitzt gerade im Mansfelder Land seine Gültigkeit, doch ist auch festzustellen, dass das Bewusstsein der hier Lebenden für diese einzigartige Bedeutung des Montanwesens jetzt abzunehmen beginnt.
Das Mansfelder Land hat sich in den Jahren nach der so genannten Wende mehr als in allen Zeitläufen zuvor verändert, weil die jahrhundertealte Lebensgrundlage in Gestalt des Montanwesens verloren gegangen ist und andere Industriezweige und Dienstleistungsunternehmen an ihre Stelle getreten sind - ohne allerdings bislang ein ebenbürtiger Ersatz sein zu können. Arbeitsplätze fehlen noch heute in großem Umfang, die Umwandlung in eine "blühende Landschaft" lässt noch auf sich warten, wenngleich auch festgehalten werden muss, dass schon Manches erreicht worden ist.

Der Aufsatz liefert zunächst eine Bestandsaufnahme der zahlreichen Denkmale im Mansfelder Land. Davon ausgehend plädiert er für die touristische Nutzung des einmaligen kulturellen Erbes, die als Chance zu einem allgemeinen Aufschwung der Region verstanden werden muss.