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Walter Klette:
Die komplexe Nutzung der Wertkomponenten aus dem Mansfelder Kupferschiefer

Die geologischen Kenndaten des Kupferschiefererzes in der Kupferschieferlagerstätte Mansfeld/Sangerhausen, die für die hüttentechnische Verarbeitung von entscheidender Bedeutung sind, wurden von Gerhard Knitzschke und Martin Spilker ausführlich beschrieben. Im Kupferschiefer sind etwa 50 % der im periodischen System aufgeführten Elemente enthalten. Darüber hinaus enthält der Kupferschiefer neben den wirtschaftlich wichtigen Kupfer und Silber noch eine Vielzahl von Elementen, die entsprechend ihrer Clarke-Zahl (= Durchschnittsgehalt der betreffenden Elemente in der Erdkruste) auf das 100- bis 10 000-fache angereichert sind. Die Metallmenge, die bei einer Abbaukondition von 8 kg/m2 bis 10 kg/m2 Kupfer für eine Fläche von ca. 190 km2 für den Abbaubeginn des Kupferschiefers errechnet wurde, betrug 5 336 000 t, davon 3 752 000 t Kupfer und 20 300 t Silber.
Mit diesen Metallgehalten und ihrem polymetallischem Charakter ist diese Lagerstätte damit nahezu einmalig auf der Welt. Die angegebenen Gehaltszahlen sind nur annähernde Regelwerte, die je nach der Ausbildung der Lagerstätte und des Erzgehaltes auch Ausnahmen zulassen. Der Aufsatz zeichnet die Gewinnung der zahlreichen Elemente aus dem Mansfelder Kupferschiefer in ihren historischen Etappen nach.