vorige Hefte

Peter Roloff:
Die Mansfeldsche kupferschieferbauende Gewerkschaft und das Mansfeld-Kombinat
Ein Überblick

Die Mansfeldsche kupferschieferbauende Gewerkschaft basierte auf einer langen Tradition des Kupferschieferbergbaus in gleichnamiger Region. Nach einer ersten Blütezeit zu Beginn der frühen Neuzeit folgte ein längerfristiger Niedergang infolge des Dreißigjährigen Krieges mit anschließendem Aufschwung im Zuge der Industrialisierung während des 19. Jahrhunderts. Um 1900 weitete das Unternehmen seine Geschäftsfelder aus, während der 1920/30er Jahre bedurfte das Fortbestehen einer erheblichen staatlichen Subventionierung. Im "Dritten Reich" zählte der Betrieb zur kriegswichtigen Produktion, die während des Zweiten Weltkriegs nur durch einen erheblichen Einsatz von Fremd- und Zwangsarbeitern aufrecht zu erhalten war.
Nach 1945 war die weitere Unternehmensentwicklung durch die seitens der Sowjetunion gesetzten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt, seit Beginn der 1950er Jahre entwickelte sich das Mansfeld-Kombinat schließlich zu den Großkombinaten der DDR. Der Aufsatz zeichnet die zentralen Etappen der Unternehmensgeschichte nach, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung zu DDR-Zeiten bis hin zur Auflösung des Unternehmens nach der deutschen Wiedervereinigung liegt.