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Rüdiger und Christine Just:
Salinen im Land Sachsen-Anhalt

Bei einer Betrachtung der Salinen in Sachsen-Anhalt ist zu berücksichtigen, dass dieses Bundesland aus Gebietsteilen verschiedener historischer Entwicklung zusammengefasst wurde. Als administrativ selbstständiges Territorium existierte es unter verschiedenen Bezeichnungen (Provinz Sachsen, Provinz Sachsen-Anhalt, Land Sachsen Anhalt) lediglich von Juli 1945 bis Juli 1952. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde das Land 1990 im Wesentlichen unter Beibehaltung der ehemaligen Gebietsgrenzen neu gegründet.
Ein großer Teil des heutigen Sachsen-Anhalt wird vom ehemaligen Erzbistum/Herzogtum Magdeburg gebildet. Dazu kommen die ehemaligen anhaltinischen Herzogtümer, die zur Namensgebung beitragen sollten, sowie Teile Kursachsens. Als bedeutende, zum Teil schon im Mittelalter arbeitende Salinen im Erzbistum/Herzogtum Magdeburg haben die Salzwerke in Halle, Schönebeck/Salzelmen, Staßfurt zu gelten, während weitere wie Sülldorf und Sohlen von nur geringer Bedeutung waren. In den sächsischen, heute zu Sachsen-Anhalt zählenden Territorien gelangten vor allem im 18. Jahrhundert eine Reihe von Salinen zur Blüte. Artern, Kösen, Dürrenberg sind hier vor allem zu nennen. Daneben gab es auch eine Reihe kleinerer Salzwerke wie Poserna (bei Weißenfels), Teuditz und Kötzschau (bei Dürrenberg).

Die ältere Geschichte der im Erzbistum/Herzogtum Magdeburg und in Sachsen gelegenen Salinen ist in verschiedensten Abhandlungen bereits mehrfach beleuchtet worden, weshalb im vorliegenden Aufsatz darauf nur kurz eingegangen wird. Nicht grundlegend betrachtet wurde dagegen die jüngste Geschichte der Salinen während des ersten Bestehens des Landes Sachsen-Anhalt und darüber hinaus bis zu ihrem Niedergang in den 1960er Jahre. Dieser Zeitabschnitt steht deshalb hier im Vordergrund.