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Siegfried Müller:
Die Stollen des Steinkohlenbergbaus im Saarland im Vergleich zum Fuchsstollen

Das vor rd. 300 Mio. Jahren als limnisches Vorkommen entstandene Steinkohlengebirge tritt im Saarland zu Tage aus. Beim Bau von Häusern und beim Abbau von Eisenerz, der bis in die Römerzeit zurückgeht, ist man bereits seit Mitte des 14. Jahrhunderts in die Kohlenflöze eingedrungen. Den größten Umfang dürfte die Kohlengewinnung bei Sulzbach gehabt haben, die im Interesse der Grafen von Nassau-Saarbrücken stand.

Der Aufsatz beginnt mit einer Schilderung der Anfänge des Steinkohlenbergbaus an der Saar, die zunächst durch reine Kohlengräberei gekennzeichnet waren. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese zunehmend durch den Stollenbau abgelöst. Am Beginn des 19. Jahrhunderts erfolgte die Etablierung eines geordneten Bergwesen, in dem zahlreiche Stollenbauwerke dann ein wichtige Rolle spielten. Hierzu zählten u.a. der Ensdorfer-, der Rischbach- und der Heinitz-Stollen. Besondere Erwähnung findet schließlich der Tiefe Saarstollen, der später wohl auch deshalb in Vergessenheit geriet, weil sein repräsentatives Eingangsbauwerk geschleift wurde.