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Martin Spilker:
Die Stollen im Mansfelder Kupferschieferbergbau im Vergleich zum Fuchsstollen

Der Kupferschieferbergbau am südöstlichen Harzrand, in der Mansfelder Mulde und im Sangerhäuser Revier zählt zu den ältesten aktiven Bergbaubezirken der Welt. Bei Abbaubeginn vor Jahrhunderten mussten spätestens mit dem Unterfahren der Vorfluter kostenaufwendige Stollen für die Wasserableitung aufgefahren werden. Meist querschlägig von einem in Bezug auf das zu lösende Revier möglichst tiefen Ansatzpunkt an einem Vorfluter ausgehend wurde versucht, die Lagerstätte mit einem nur wenig ansteigenden Stollen zu erreichen und das Wasser so nach über Tage abzuleiten. Der Abbau begann dann in der Regel dort, wo der Querschlag die Lagerstätte anschnitt.

Der Aufsatz analysiert zunächst die karstgeologischen Bedingungen der Mansfelder Lagerstätte und gibt einige generelle Informationen zur Entwicklung des dortigen Bergbaus. Anschließend werden die Stollen des Mansfelder Kupferschieferbergbaus im zeitlichen Horizont bis zur Gegenwart und im Vergleich zum Fuchsstollen untersucht.