vorige Hefte

Rainer Slotta:
Bergwerksanlagen als Kulturdenkmale
Die Fuchsgrube mit dem Fuchsstollen in Walbrzych/Waldenburg

Der Gedanke, in Walbrzych ein polnisch-deutsches Symposium durchzuführen, entstand vor dem Hintergrund, in dem historischen Fuchsstollen einerseits ein außerordentlich bedeutendes und aussagekräftiges Denkmal zu besitzen, das den Beginn des niederschlesischen Steinkohlenbergbaus markiert. Andererseits bildet die großflächige Bergwerksanlage Thorez ein Ensemble, das bis zur Stilllegung des Steinkohlenbergbaus in dieser Region in Betrieb gestanden hat. Walbrzych verfügt somit über Denkmale, die die Blüte und das Sterben einer Industrie, welche über die Dauer von mehr als einem Jahrhundert die Geschicke einer ganzen Region und die Schicksale ihrer Menschen geprägt hat, dokumentieren können.

Der Aufsatz geht auf die Ausnahmestellung des Fuchsstollens und des Bergwerks Thorez innerhalb des niederschlesischen, polnischen und europäischen Steinkohlenbergbaus ein. Er vergleicht den Fuchsstollen zunächst mit den Stollenbauwerken der ehemals führenden Bergbaureviere des Steinkohlen- und Metallerzbergbaus. Der Vergleich des Bergwerks Thorez mit anderen, bereits denkmalgeschützten Anlagen im europäischen Raum dient zur Bewertung der Anlage Thorez mit Blick auf deren Bedeutung für die Zukunft und den einsetzenden Tourismus in der Region.