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Jens Heckl:
Das Brandenburg-Preußische Oberbergamt in Berlin Zuständigkeit, Geschäftsverteilung und Personal von 1810 bis 1838

Die auf 28 Jahre begrenzte Tätigkeit des Brandenburg-Preußischen Oberbergamts bzw. Oberbergamts für die Brandenburg-Preußischen Provinzen ist wohl ursächlich dafür, dass eine ausführliche Würdigung dieser Behörde in der neueren Verwaltungsgeschichte bislang unterblieb. Dabei kann die Gründung dieses beinahe in Vergessenheit geratenen Oberbergamts im Jahre 1810 durchaus als ein Ergebnis der Stein-Hardenberg‘schen Verwaltungsreformen betrachtet werden. Ein kurzer, grob umrissener Rückblick auf die bergrechtlichen und administrativen Verhältnisse des preußischen Bergbaus im ausgehenden 18. Jahrhundert soll dies zunächst verdeutlichen.
Ausführlich widmet sich der Beitrag den Voraussetzungen für die Gründung der Berliner Provinzialbehörde sowie seinen nach 1810 wechselnden Zuständigkeiten. Detailliert wird auch das Behördenpersonal betrachtet, wobei insbesondere dem langjährigen Leiter des Oberbergamts und späteren Berghauptmann Hans Otto Philipp Martins Bedeutung zukommt. Bevor er 1833 die Direktion des Schlesischen Oberbergamts zu Brieg übernahm, hatte er sich seit Mitte der 1820er Jahre um die Erhaltung der schon nach 15-jährigem Bestehen bereits in Frage gestellten Behörde eingesetzt. Letztlich konnten diese Initiativen jedoch nicht verhindern, dass das Oberbergamt für die Brandenburg-Preußischen Provinzen seine Aufgaben an die Berliner Oberberghauptmannschaft und nachgeordnete Behörden abtreten musste und 1838 endgültig aufgelöst wurde.